Sollte nach dem durchwachsenen Saisonstart nicht rasch Besserung eintreten, herrscht bei RB Leipzig möglicherweise schon bald das Potenzial für einen spektakulären Trainerwechsel.
Wie die Sport Bild berichtet, "rumort" es in Leipzig bereits, was die Situation von Cheftrainer Martin Demichelis angeht. Obwohl man bei den Sachsen nach außen hin darum bemüht ist, eine Diskussion über den Argentinier gar nicht erst aufkommen zu lassen, könne sich das Blatt demnach schnell wenden, sollte es nach Demichelis' durchwachsenem Start nicht schnell bergauf gehen.
In der Bundesliga stehen 2026/27 bisher zwei überzeugenden Heimsiegen gegen Borussia Mönchengladbach (3:0) und den Hamburger SV (5:0) zwei enttäuschende Auswärtsniederlagen bei Werder Bremen (1:3) und Bayer Leverkusen (0:2) zu Buche. Dazu kam ein herber Rückschlag zum Auftakt in der Champions League, als RB bei CL-Neuling Como 1:4 verlor.
Frühe Trainerdiskussion bei RB Leipzig möglich?
Zwar hat Demichelis beim Dritten der vergangenen Spielzeit erst diesen Sommer übernommen. Falls im Laufe des Herbstes absehbar werde, dass die erneute Qualifikation für die Champions League in Gefahr geraten könnte, sei eine frühe Trainerdiskussion aber durchaus denkbar, heißt es bei der Sport Bild.
Dann könnten auch zuletzt aufkeimende Gerüchte über eine Rückkehr von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann zu RB konkrete Nahrung erhalten. Der 39-Jährige hatte Leipzig von 2019 bis 2021 schon einmal trainiert, DFB-Direktor Rudi Völler ließ zur Zukunft des nach dem frühen WM-Aus zurückgetretenen Nagelsmann zuletzt bei Bild verlauten: "Julian wird ein bisschen durchatmen, zur Ruhe kommen. Und dann wird er schnell wieder eine absolute Top-Mannschaft übernehmen, da habe ich keine Zweifel."
Getty ImagesAuch der Name Dino Toppmöller, 2020/21 Nagelsmanns Co-Trainer bei den Roten Bullen und Mitte September bei RC Lens nach nur zweieinhalb Monaten im Amt schon wieder entlassen, geisterte in Spekulationen schon herum. Aktuell, so die Sport Bild, werden jegliche Gerüchte über Nagelsmann und Toppmöller bei RB jedenfalls noch dementiert.
Dazu passend hatte Marcel Schäfer, Leipzigs Geschäftsführer Sport, Demichelis während der Länderspielpause öffentlich den Rücken gestärkt. "Eine neu zusammengestellte Mannschaft braucht Zeit, um sich zu finden und Abläufe zu entwickeln. Das ist die Realität", warb er um Geduld mit dem neuen Coach. Zudem soll sich Roger Schmidt, Nachfolger von Bundestrainer Jürgen Klopp als Global Sports Director bei Red Bull, klar für Vertrauen in Demichelis ausgesprochen haben.
RB Leipzig braucht in den nächsten beiden Heimspielen zwingend Siege
Nach der ungewohnt langen Länderspielpause wartet auf den 45-Jährigen und seine Mannschaft jedenfalls ein straffes Programm voller kniffliger Aufgaben. Zunächst sind für Leipzig jeweils zuhause gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga (10. Oktober) und die PSV Eindhoven in der Champions League (13. Oktober) Siege Pflicht, danach stehen in Liga respektive Königsklasse hammerharte Auswärtsaufgaben beim FC Bayern (17. Oktober) und bei Real Madrid (21. Oktober) an.
Getty ImagesDer Oktober endet schließlich mit Spielen gegen die unangenehmen Aufsteiger SV Elversberg (24. Oktober) und Schalke 04 (31. Oktober), zwischendrin wartet in der 2. Runde des DFB-Pokals die undankbare Pflichtaufgabe bei Drittliga-Topteam Rot-Weiss Essen (27. Oktober). Danach muss sich Demichelis einem ersten wirklich aussagekräftigen Zwischenfazit stellen.



